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Andreas Kuehl  //  

May 19 / 12:18pm

Was ändert sich an der Einspeisevergütung ab Juli 2010 ?

Informationen rund um die Einspeisevergütung aus dem EEG - Erneuerbaren Energien Gesetz

Was ändert sich an der Einspeisevergütung ab Juli 2010 - Zur besseren Übersicht haben wir nachfolgend die Änderungen im EEG - Erneuerbaren Energien Gesetz - einmal übersichtlich zusammengestellt!

Zum 3. März 2010 wurden vom Bundeskabinett folgende Änderungen für das EEG beschlossen:

Bei Dachanlagen:
  • Ab dem 1. Juli 2010 wird die PV-Einspeisevergütung einmalig um 16% gekürzt
  • Hinzu kommt die ohnehin vorgesehene Kürzung von 9% Ende 2010

    Bei Freiflächen:

  • Ab dem 1. Juli 2010 wird die PV-Einspeisevergütung einmalig um 15% gekürzt
  • Die bislang bis einschließlich 2014 befristete Förderung wurde aufgehoben

    Bei Flächen, die vormals wirtschaftlich oder militärisch (Konversionsflächen) genutzt wurden:
  • 11% Kürzung

    Bei Ackerflächen:

  • entfällt ganz

    Bei vorbelasteten Flächen wie Industrie- u. Gewerbegebiete; Seitenflächen von Autobahnen und Schienenwege:

  • neu in Förderung aufgenommen

    Beim Eigenverbrauch - Anlagen bis 800 kW:
  • (Der gewonnene Strom wird nicht ins öffentl. Netz eingespeist, sondern selbst verbraucht)
  • die Vergütung steigt von 3,6 auf 8 Cent/KWh

     

  • Die Degression auf einen Blick:
    Hier sehen Sie die Entwicklung der Photovoltaik-Einspeisevergütung in Cent/kWh seit 2009!

    Jedes Jahr sinkt die Vergütung für Neuanlagen um 9%. Bei einem jährlichen Zubau von über 3.500 MW wird 2011 um 11% gekürzt; 2012 um 13% – liegt der Zubau neuer Anlagen unter 2.500 MW, fällt die Degression (Abnahme) niedriger aus:

     
    Anlagen auf Dächern u. Schutzwällen:
    > 1MWp
    Freiflächen-Anlagen:
    Konvensions-Flächen
    Ackerflächen
    Sonstige Flächen


    * sofern jährl. Zubau innerhalb von 2.500 bis 3.500 MWp liegt

     

    bis Juni 2010
    ab Juli 2010
    2011

     

    Ältere Mindest-Solarstromvergütungen in Ct/kWh


    Jahr der Inbetrieb- nahme Anlage auf / an Gebäuden oder Lärmschutzwänden Freiflächen-anlagen Zuschlag für Fassaden-anlagen EEG vom
        30kW-100kW 100kW-1MW >1MW      
     2005  54,53  51,87  51,30    43,42  5,00  01.08.2004
     2006  51,80  49,28  48,74    40,60  5,00  01.08.2004
     2007  49,21  46,82  46,30    37,96  5,00  01.08.2004
     2008  46,75  44,48  43,99    35,49  5,00  01.08.2004
     2009  43,01  40,91  39,58  33,00  31,94  entfällt  01.01.2009

    Alle Angaben ohne Gewähr
    Einspeisevergütung für Photovoltaik (in Deutschland)

     
     

    • EEG Aktuell
      Webseite mit aktuellen Informationen
    • Info-Portal
      Info-Portal zum EEG des Bundesumweltministeriums

     

    Filed under  //  eeg   photovoltaik  
    May 18 / 12:45pm

    Ausbau erneuerbarer Energien lässt sich nicht aufhalten

    Media_httpblog100proz_bshlm

    Auch die Bundesregierung wird den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nicht mehr aufhalten können. Der Blog 100%-erneuerbar listet die Menge des erzeugten Stroms aus erneuerbaren energien auf, die auf EnergyMap veröffentlicht wird. Dort wird interessanterweise auch aufgezeigt wo der Strom erzueugt wird, nach Bundesland oder nach Landkreis

    Filed under  //  100%   energy   energymap   erneuerbar  
    Apr 6 / 4:56am

    China auf dem Weg zur weltweiten Nr.1 in der Photovoltaik-Produktion

    CEO von BP Solar über die Solarenergie und China




    (SOE) In einem Vortrag vom 03. März 2010 an der Stanford Universität in den USA spricht Reyad Fezzani, der Vorstandsvorsitzende von BP Solar, über die Solarenergie, das deutsche EEG und die Produktion in China.


    Laut Herrn Fezzani ist China als Produktionsstandort sehr attraktiv. Nicht nur weil die Arbeitskosten dort so niedrig sind, sondern auch weil es inzwischen auch sehr gut ausgebildete Chinesen gibt, die ein unglaubliches Innovationspotential haben.
    Die Technik zur Herstellung von Solarzellen wurde zwar ganz klar importiert, viele der Maschinen in den Fabriken kamen aus Deutschland. Doch mittlerweile haben die Chinesen eigene Maschinen gebaut, und die deutschen Modelle teilweise sogar schon von der Qualität eingeholt und in einzelnen Fällen auch schon überholt.


    Der große Vorteil bei der Produktion in China ist der zur Verfügung stehende Platz. Viele Fabriken in anderen Ländern mussten geschlossen werden, da kein weiterer Platz für einen Ausbau der Fertigung möglich war.
    Herr Fezzani lobt auch das deutsche EEG, wobei er als größten Vorteil des Gesetzes vor allem die gute Prognosefähigkeit herausstreicht. Die Unternehmen wissen schon lange im Voraus, wie sich die Fördersätze verändern werden und können sich entsprechend darauf einstellen.


    Eine besondere Überraschung hat Herr Fezzani auf Lager, als er verkündet, dass BP Solar den Auftrag für ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Leistung von 600 MW gewinnen konnte. Mit dieser Anlage werden Stromentstehungkosten von 7 cent/kWh prognostiziert. Die Anlage soll 2012 in Betrieb gehen. (Zum Vergleich:  2009 wurden weltweit weniger als 7000 MW installiert)


    Die komplette Präsentation inklusive eine Frage & Antwort- Runde kann man unter www.youtube.com/user/StanfordUniversity anschauen. (Es ist allerdings in englischer Sprache)

    Filed under  //  china   bp solar   photovoltaik   solid  
    Mar 25 / 2:57pm

    Energieeffienz: Energetischer Fingerprint der Produktion

    Energetischer Fingerprint der Produktion

    Wirtschaftsthemen 25.03.2010

    Gesetzliche Vorgaben und die zunehmenden Preissteigerungen für Öl, Gas und Strom zwingen Unternehmen zum sparsamen Umgang mit Energie. Ein vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickeltes Energiemanagementsystem ermöglicht den Ressourcen schonenden Energieeinsatz in der Produktion.

    Firmenchefs und Manager von Produktionsbetrieben kennen zumeist den Kraftstoffverbrauch ihres Dienstwagens ganz gut, was ihre Maschinen und Fertigungslinien an Energie verbrauchen, wissen sie in der Regel nur in der Summe. Dabei setzt weniger Energieverbrauch bei unverändertem Produktionsumfang mehr Energieeffizienz voraus. Und um diese zu erreichen, sind detaillierte Aussagen über den Energieeinsatz in der Produktion nötig. In vielen Unternehmen fehlen jedoch die Informationen, welche Energiearten in welcher Menge und in welchen Produktionsbereichen zum Einsatz kommen. Derartige Informationsdefizite erschweren es das Verbesserungspotenzialen zu erkennen. Als Grund dafür wurde im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Fraunhofer Gesellschaft beauftragten »Untersuchung zur Energieeffizienz in der Produktion« (EffPro) von einem Großteil der befragten Firmen genannt, dass bisher eine geeignete Methodik fehlt den Energieeinsatz in der Produktion zu optimieren.

    Total Energy Efficiency Management (TEEM)
    Mit Total Energy Efficiency Management (TEEM) hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart ein Analyse- und Monitoringsystem zur Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion entwickelt. Grundlage ist ein System zur Energiedatenerfassung (bestehend aus Software, vernetzten Zählern und Messfühlern), das Energieströme und –verbräuche kontinuierlich und detailliert aufzeichnet – Energie als Bestandteil der digitalen Fabrik. Damit lässt sich der prozessbezogene Energieverbrauch in der Produktion erkennen und Verbesserungs- und Optimierungspotentiale entwickeln. Einsetzbar ist es in sämtlichen Metall-, Kunststoff- und Holz-verarbeitenden Produktionsbetrieben, insbesondere in Unternehmen mit energieintensiven Prozessketten, zum Beispiel Spritzgießen, Lackieren, Galvanisieren. «Unternehmen werden in die Lage versetzt, Potenziale für Energieeinsparungen zu erkennen und konkrete Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten«, verspricht Dipl.-Ing. (FH) Markus Hornberger, Gruppenleiter Produkt- und Qualitätsmanagement beim IPA. Das Gesamtsystem ist zudem in einem Anwendungsleitfaden dokumentiert. Dieser ist nicht nur bei der Umsetzung der technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung, sondern auch bei der Einführung der Norm E DIN EN 16001 (Energiemanagementsysteme) hilfreich.

    Beispiel Produktionsprozess Lackierung
    Zu den energieintensivsten Produktionsprozessen zählt die Lackierung. Im Rahmen eines Pilotprojekts beim Reinigungsgerätehersteller Alfred Kärcher GmbH & Co. KG mit Sitz im baden-württembergischen Winnenden wurde mit TEEM eine Prozesskette, bestehend aus den drei Produktionsschritten Spritzguss, Lackieren und Montage, abgebildet und durch eine entsprechende Logistik miteinander verknüpft. Zu diesem Zweck wurde eine Spritzgussanlage bei Kärcher und die Lackierkabine am IPA mit Messinstrumenten ausgestattet, um als Basis für Simulationen die Energiebedarfe und Produktionsdaten zur erfassen. Aufbauend auf der vorhandenen Mess- und Bustechnik wurden zunächst wichtige Energieverbraucher wie Kühlwasserkreisläufe für das Werkzeug und die Maschinenhydraulik identifiziert und mit schneller vernetzter Energiemesstechnik versehen. Zusätzlich erlauben aufgezeichnete Digitalsignale zum Maschinenzustand den Energiebedarfs zu einzelnen Prozessschritten zuzuordnen. Außerdem wurden für die Produktionsschritte Montage und Logistik realitätsnahe Szenarien für die Abläufe implementiert.

    Beim Prozessschritt Spritzguss sieht der Benutzer jetzt, wie sich die Variation der Maschinenparameter wie Haltedruck und Länge der Kühlphase auf den Energieverbrauch der Anlage auswirken. Und für das Lackieren und Trocknen werden Optimierungsmaßnahmen wie der Einbau eines Wärmerads (Rotationswärmetauscher) oder der Umluftbetrieb des Trocknungsprozesses simuliert und anschließend bewertet. »Die gesamte Anlage kann jetzt mit optimaler Einstellung für die Produktivität und den Energieverbrauch betrieben werden«, erklärt Hornberger.

    Mobiler Meßwagen
    Bei allen Branchen beginnt die Analyse immer mit dem so genannten Energiemonitoring: Mobile oder fest installierte Verbrauchsmesstechnik protokolliert die aktuellen Verbrauchswerte – dafür kann auch ein mobiler Meßwagen des IPA eingesetzt werden. Nach dieser IST-Analyse und dem Aufbau des Monitoring-Systems mit Anbindung des EDE-(Energie-Daten-Erfassungs-)Systems liegen die Daten zum aktuellen Energieverbrauch, ein energetischer Fingerprint vor. »Auf dieser Basis werden verschiedenste Maßnahmen simuliert, die die Energieeffizienz verbessern, um die Auswirkungen auf den gesamten Produktionsprozess zu verdeutlichen«, erläutert Hornberger. Die Simulation erlaubt den Vergleich, welchen Einfluss Maßnahmen wie zum Beispiel Änderungen der Maschinenparameter, bauliche Veränderungen oder die Optimierung der Ablaufsteuerung auf den Energieverbrauch haben. »Manchmal sind nicht mal Investitionen nötig, wenn man zum Beispiel durch eine kleine Temperatursenkung die Bearbeitungszeit um zwei Minuten pro Teil reduziert oder durch eine Verschiebung der Maschinen-Taktung Stromspitzen vermeidet und so die Investition in ein eigene Trafostation spart«, berichtet IPA-Gruppenleiter Hornberger aus seiner Praxis.

    Filed under  //  energieeffizienz    fraunhofer   produktion  
    Jan 25 / 12:12pm

    Auswirkung der Kürzung der PV-Einspeisevergütung auf den Markt

    Media_httpwwwisupplic_nwnub

    Aus der internationalen Sicht auf die Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisevergütung habe ich diesen Bericht des Anlagen-Lieferanten isuppli gefunden. Hier geben sie einen Ausblick auf die zu erwartende Marktentwicklung in 2010. Demnach wird es bis Ende April einen großen Ansturm geben, der nach erfolgter Kürzung extrem einbricht. Erst gegen Ende des Jahres wird sich der Markt langsam wieder erholen. Zudem wird eine Konsolidierung des Marktes erwartet, bei der vor allem die großen Firmen als Gewinner hervorgehen, welche die komplette Wertschöpfungskette abdecken.

    Nov 18 / 5:44am

    Günes Licht für Energie-Label und Energiesparauflagen für Neubauten

    Die EU-Kommission hat die politische Einigung auf ein europäisches Energieeffizienz-Label für Haushaltsgeräte und neue Energiestandards für Neubauten begrüßt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs sagte: "Mit diesen Entscheidungen sendet die EU ein starkes Signal an die bevorstehenden Klimaverhandlungen in Kopenhagen". Den politischen Kompromissen zufolge sollen Hausgeräte wie Fernseher, Waschmaschinen oder Kühlschränke auch künftig mit einer Skala von A bis G klassifiziert werden. Für besonders sparsame Produkte sollen auch die Klassen A+, A++ und A+++ möglich sein. Zudem soll der Energieverbrauch von Neubauten im Privatsektor vom 31. Dezember 2020 an mittels Techniken wie Wärmedämmung, Solaranlagen oder Sparlampen auf ein äußerst niedriges Niveau gesenkt werden («Nahe- Null-Energiegebäude»). Rat und Europäisches Parlament müssen noch offiziell zustimmen.

    Alle Informationen zur Einigung über das Energieeffizienz-Label finden Sie hier.

    Alle Informationen zur Einigung über die Richtlinie über das Energieprofil von Gebäuden gibt es hier.

    Nov 2 / 2:52am

    Photovoltaik-Einspeisevergütung für 2010 veröffentlicht

    Die Bundesnetzagentur hat gestern die Einspeisevergütung für 2010 festgelegt. Durch die vielen Photovoltaikanlagen die gebaut wurden, werden die höchst möglichen Reduzierungen fällig. Ich liste mal ohne weitere Kommentare die Vergütungssätze auf:

    39,14 Cent je kWh
    für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden bis zu einer Größe von 30 kWp

    37,23 Cent je kWh
    für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden ab 30 kWp bis zu 100 kWp

    35,23 Cent je kWh
    für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden ab 100 kWp bis zu 1.000 kWp

    29,37 Cent je kWh
    für Photovoltaikanlagen auf oder an Dächern oder Lärmschutzwänden über 1.000 kWp

    28,43 Cent je kWh
    gibt es für Photovoltaikanlagen die als Freiflächenanlagen gelten.

    Wer seinen selbst produzierten Photovoltaikstrom im eigenen Haus gleich verbraucht erhält nur noch 22,76 Cent je kWh

    Wir bemühen uns in den nächsten Tagen die neuen Werte in die Solarrechner einzuarbeiten.

    Der Beitrag wurde am Samstag, den 31. Oktober 2009 um 19:43 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines, Kunden, Politik abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

    Ich bin mal so frei und übernehme mal die Aufstellung der Photovoltaik-Einspeisevergütung aus dem Ralos-Blog. Aber ich weise, der Vollständigkeit halber, auch auf die Ausführung von Erhard Renz hin, wie diese Einspeisevergütungen zustande gekommen sind, siehe http://ralos.de/blog/2009/10/einspeisevergutung-2010-2.html.

    Quelle: Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/enid/8ff4a6344f0a6c80c617590b032cf347,0/Press...

    Oct 23 / 1:13am

    350.org: Weltweiter Klima-Aktionstag

    Am 24. Oktober 2009 ist weltweiter Klima-Aktionstag:

    350.org ist eine internationale Kampagne mit dem Ziel eine Bewegung aufzubauen, die die Welt durch Auswege aus der Klimakrise vereint – Auswege, die die Gerechtigkeit verlangt. Es ist unsere Mission, die Welt zu inspirieren, die Herausforderung der Klimakrise anzugehen – und ihr die Dringlichkeit bewusst zu machen, aber auch die Chancen.

    Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Zahl 350 – denn 350 ppm ist das Höchstmaß von CO2, das unsere Atmosphäre tragen kann. Aber 350 ist mehr als nur eine Zahl – 350 ist ein Symbol für das Ziel, dass wir als Planet verfolgen müssen. Weiter: http://www.350.org/de/die-mission

    Aktionen vor Ort: http://www.350.org/de/aktionen oder unter http://sebastianbackhaus.wordpress.com/2009/10/22/24-oktober-2009-weltweiter-...

    Oct 15 / 6:27am

    Kopenhagen Kommuniqué: Weltweiter Aufruf von Unternehmen für mehr Klimaschutz

    Mehr als 500 Unternehmen aus beinahe allen G20 Ländern fordern im Kopenhagen Kommuniqué von der Politik ein verlässliches internationales Rahmenabkommen für den Klimaschutz. Zu den unterzeichnenden Unternehmen aus Deutschland gehören Allianz SE, Deutsche Telekom AG, Otto Group, Beluga Shipping GmbH, Schüco International KG und EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Die Initiative "2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" unterstützt als Kooperationspartner der Prince of Wales's Corporate Leaders Group on Climate Change alle Forderungen des Kopenhagen Kommuniquès.

    Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group: "Das Jahr 2009 ist ein entscheidendes Jahr für den Klimaschutz. Die UN Klimaverhandlungen im Dezember in Kopenhagen müssen ein Erfolg werden. Eine solche Chance werden wir so schnell nicht wieder bekommen."

    Im Kopenhagen Kommuniqué fordern die beteiligten Unternehmen ambitionierte Reduktionsverpflichtungen der Industrienationen, verbindliche Reduktionsziele und Finanzierungskonzepte für Schwellen- und Entwicklungsländer sowie einen Finanzierungsmechanismus für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Zusätzlich wird ein internationaler Rahmen für den Erhalt von Wäldern und natürlichen Senken angemahnt. Kern eines internationalen Klimaabkommens müsse eine global umfassende Einpreisung von Treibhausgasen und die Verknüpfung und Weiterentwicklung bestehender regionaler Emissionshandelssysteme sein.

    Thomas Pleines, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG: „Ein weltweiter Emissionshandel mit Treibhausgas-Zertifikaten liefert einen marktwirtschaftlichen Anreiz, in Energieeinsparungen und den Einsatz CO2-neutraler Technik zu investieren. Das führt besser zum Ziel als die vielen antimarktwirtschaftlichen Instrumente wie das Glühbirnenverbot oder eine Ökosteuer auf den Benzinverbrauch.“

    Das Kopenhagen Kommuniqué ist die bisher größte koordinierte Unterstützungsaktion internationaler Unternehmenslenker und Unternehmerinitiativen für einen ambitionierten, globalen Klimaschutz. Das Kommunique wird im Vorfeld der Generalversammlung der Vereinten Nationen an den Generalsekretär Ban Ki-moon und die anwesenden Staatschefs übergeben und soll den internationalen Klimaverhandlungen eine zusätzliche positive Dynamik verleihen.

    Niels Stolberg, Geschäftsführender Gesellschafter der Beluga Shipping: „Die weltweite Zusammenarbeit von Unternehmen und Unternehmerinitiativen beim Kopenhagen Kommuniqué ist ein klares Signal an die Politik, jetzt die entscheidenden Schritte beim Klimaschutz zu machen.“


    Kontakt zur Initiative „2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“: Marek Wallenfels (Geschäftsführer) Tel. +49 (0) 30 2021 4320 FAX: +49 (0) 30 2045 3735 Email: info(at)initiative2grad.de Web: www.initiative2grad.de

    Einen zum Blog Action Day, www.blogactionday.org, habe ich noch. Auch diese Meldung zeigt, dass auch große Unternehmen Interesse an Klimaschutz haben und eigentlich ein klares Signal an die Politik. Aber diesen Wink mit dem Betonpfosten sehen Frau Merkel und Herr Westerwelle nicht, vielleicht haben diese Unternehmen zu wenig Einfluss oder machen noch weniger Druck als die Unternehmen, die Angst vor Klimaschutz-Maßnahmen haben.

    Oct 15 / 6:05am

    Klimaschutz schafft Arbeitsplätze

    15. Oktober 2009

    Klimaschutz schafft Arbeitsplätze

    (mid)Investitionen in Energieeffizienz und Emissionsminderungen stärken den Wirtschaftstandort Deutschland. Rund 630.000 neue Arbeitsplätze können in Deutschland in den kommenden zehn Jahren entstehen. Das zeigt die Studie “Gesamtwirtschaftliche Wirkungen von Energieeffizienzmaßnahmen in den Bereichen Gebäude, Unternehmen und Verkehr” des Umweltbundesamtes (UBA). Weil sich die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um rund 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 verringern, werden mehr Produkte und Dienstleistungen für eine bessere Energieeffizienz benötigt.
    Die Klimaschutzmaßnahmen in Gebäuden werden bis zum Jahr 2012 fast 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Bis zum Jahr 2020 sind sogar über 350.000 neue Arbeitsplätze möglich.
    Eine verbesserte Energieeffizienz mit besserer Wärmedämmung steigert die Kaufkraft von Eigentümern und Mietern, da deren Heizkosten sinken. Die Modernisierung der Wärmebereitstellung in Gebäuden mindert zudem den Bedarf an Gas- und Heizölimporten, was die Binnennachfrage belebt und der hohen Energieimportabhängigkeit Deutschlands entgegenwirkt. Gleichzeitig schaffen die Investitionen zur Gebäudesanierung neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Davon profitieren Unternehmen des Baugewerbes und Dienstleister der Baufinanzierung.
    Mit entschiedenen Effizienzverbesserungen im Verkehrsbereich und in Unternehmen weitere positive Beschäftigungswirkungen möglich. Wenn die Autoindustrie verstärkt in die Entwicklung effizienterer Autos investiert, ergeben sich daraus Marktchancen. Rund 220.000 zusätzliche Arbeitsplätze können dann in Deutschland entstehen. Unternehmen, die ihre Energieeffizienz verbessern, senken Energiekosten und schaffen neue Arbeitsplätze. Bis 2020 können sie über 260.000 zusätzliche Stellen schaffen.

    Quelle: UBA, Markt und Mittelstand

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    passt ja schon wieder zum Blog Action Day